Wie werde ich Influencer? Die Schritt für Schritt Anleitung

Influencer Marketing gehört zum Digital Marketing, im Speziellen Social Media Marketing, welche Bestandteile des Online Marketings sind. Influencer sind besonders beliebt in den Marketingstrategien von Unternehmen, die direkt Produkte an Konsumenten verkaufen wollen, z.b. über E-Commerce. Hierbei werben Influencer für Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmen, indem sie diese auf ihren Social Media Profilen ihren Followern vorstellen.

Was ist ein Influencer?

Influencer sind sogenannte Meinungsmacher in den sozialen Netzwerken. Durch ihre große Popularität im Netz, können sie einen Einfluss auf ihre Follower ausüben (Englisch: “to influence”). Die meisten Influencer haben sich auf eine spezifische Branche festgelegt, welche sich dann in den Inhalten und Beiträgen auf ihren Profilen widerspiegelt. Die beliebtesten Branchen sind momentan Fashion & Beauty, Travel, Parenting, Fitness und Lifestyle.

Es gibt verschiedene Influencer Typen, wobei im Marketing für Produkte vor allem 3 Typen hervorstechen. Diese sind: Key Influencer, Peer Influencer und Social Influencer.

Key Influencer: Diese sind meistens Markenbotschafter, Blogger und Medien, die große Aufmerksamkeit von einer bestimmten Zielgruppe bekommen. Über einen Blog, oder ein Profil bei einem sozialen Netzwerk haben sie hohe Reichweite aufgebaut und können somit Einfluss auf einen bestimmten Zielmarkt ausüben, was diese Influencer zum “Schlüssel” des Erfolges im Marketing für Produkte machen kann. Sie gelten meist als Experten in ihrer jeweiligen Branche.

Peer Influencer: Bei Peer Influencern handelt es sich meist um Menschen, die mit dem werbenden Unternehmen in Verbindung stehen, wie beispielsweise Mitarbeiter oder Geschäftspartner. Trotzdem vertraut die Zielgruppe diesen und lässt sich bei der Kaufentscheidung von Peer Influencern durch ihre Erfahrungsberichte und ihr Expertenwissen über die Produkte beeinflussen.

Social Influencer: Social Influencer sind Kunden oder Meinungsmacher, welche Meinungen und Empfehlungen zu bestimmten Produkten oder Unternehmen im Netz veröffentlichen. Diese haben einen hohen Einfluss in den sozialen Medien. Social Influencer äußern sich meistens positiv oder negativ zu Unternehmen, Produkten, oder Dienstleistungen.

Wie werde ich Influencer?

Mit dem zunehmenden Trend des Influencer Marketings fragen sich viele Leute heutzutage “Wie werde ich Influencer?”, oder spezifischer: “wie präsentiere ich mich online, damit ich viele followers bekomme?” Influencer werden ist nichts, was man studieren kann… man wird es einfach. Es dauert jedoch meist eine Zeit und braucht vor allem Geduld und Beständigkeit, bis die Reichweite in den Netzwerken aufgebaut ist. Des Weiteren muss man sich an einige Regeln halten, damit der Erfolg nach all der investierten Arbeit nicht ausbleibt.

Nachfolgend präsentieren wir die einzelnen Schritte, mit denen quasi jeder zum Influencer werden kann, sofern Zeit, Geduld und Kreativität mit an den Tisch gebracht werden. Wenn man es dauerhaft schafft, interessante und innovative Inhalte zu erstellen, welche die Massen im Netz begeistern, dann kann man eines Tages vielleicht sogar seinen Lebensunterhalt mit dem Influencer Marketing verdienen.

Schritt 1: Die richtige Nische finden

Um ein erfolgreicher Influencer werden zu können, ist es wichtig sich auf eine bestimmte Nische festzulegen und seine Profile in den sozialen Netzwerken auf diese zu spezialisieren. Dies ist wichtig, da so bestimmte Zielgruppen angesprochen werden können, die sich für die spezielle Branche interessiert. Beliebte Branchen für Influencer Marketing sind Beauty, Fashion, Food, Reisen und Fitness. Natürlich kann man sich auch auf kleine spezielle Nischen fokussieren (dann meist als Micro Influencer). Ein Beispiel wäre eine bestimmte Musikrichtung, für die man brennt. Diese Nische sollte die eigenen Interessen widerspiegeln. Dies ist von großer Bedeutung, da die Beiträge authentischer und “real” wirken. Follower im Netz merken schnell, wenn etwas nicht ernst gemeint ist oder der Influencer sich in der Branche gar nicht wirklich auskennt. So läuft man Gefahr, bestehende Follower zu verlieren und auch keine neuen dazuzugewinnen.

Schritt 2: Die Konkurrenz beobachten

Nachdem der Influencer sich auf eine bestimmte Nische fokussiert hat, sollte die Konkurrenz identifiziert und stetig überprüft werden. Auch für Influencer gelten die Wirtschaftsgesetze, sodass sich bei steigender Konkurrenz natürlich nur die besonders fleißigen und innovativen Influencer durchsetzen. Anhand der Followerzahlen, Beiträge und Kommunikationsstrategie der Konkurrenten erkennt man schnell, was funktioniert und was nicht. So ergibt sich ein ungefähres Bild, wie die Konkurrenz vorgeht und was die Zielgruppe erwartet. Anhand von Kooperationen kann man ebenfalls erkennen, mit welchen Marken und Unternehmen die Konkurrenz kooperiert hat, was auch Aufschluss darüber gibt, ob man später als Influencer in dieser Nische Geld verdienen kann.

Schritt 3: Die richtigen sozialen Netzwerke auswählen und verstehen

Die Auswahl der richtigen sozialen Medien ist wichtig, denn die verschiedenen Zielgruppen nutzen verschiedene Plattformen, um sich stetig zu Informieren. Es existieren viele soziale Netzwerke wie z.B. Instagram, YouTube, Facebook, Snapchat, TikTok, Twitter und Pinterest. Jedes Netzwerk hat einen unterschiedlichen Schwerpunkt. Während Influencer auf Instagram und Pinterest sich eher auf Bilder fokussiert haben, spielen bei YouTube, TikTok und Snapchat vor allem Video Inhalte eine entscheidende Rolle. Es ist wichtig herauszufinden, welche Netzwerke die angestrebte Zielgruppe nutzt. Es reicht, sich mit 1-2 Netzwerken auseinanderzusetzen, um diese erstmal verstehen zu lernen. Die eigenen Interessen und Fähigkeiten bei der Erstellung der Inhalte müssen hierbei natürlich auch beachtet werden: Spielen Bilder, oder Videos eine Rolle?

Schritt 4: Webseite oder Blog erstellen

Manchmal reicht die Präsenz in den sozialen Netzwerken nicht aus, um ein erfolgreicher Influencer zu werden. Deswegen ist es sinnvoll eine Website oder einen Blog zu erstellen, in der zusätzlich Content veröffentlicht wird. Ein Blogbeitrag ist viel detaillierter als ein Beitrag in den sozialen Netzwerken und liefert somit auch einen Mehrwert. Über eine Webseite können auch mehr Informationen über persönliche Gedanken und Gefühle festgehalten werden, was den engen Kreis der Follower, der sich dafür interessiert, noch mehr zu binden. Viele Influencer nutzen Blogs als eine Art öffentliches Tagebuch. Eine eigene Website wirkt professionell, was vorteilhaft für zukünftige Kooperationen mit Unternehmen ist. Die Website sollte einfach zu bedienen sein und über ein schönes Design verfügen. Diese Website kann dann ganz einfach auf den Profilen in den sozialen Netzwerken verlinkt werden, wie z.B. in der Beschreibung auf dem Instagram Profil.

Schritt 5: Einzigartige Inhalte erstellen und richtig markieren

Nun kommt der eigentlich wichtigste Teil, nämlich die ersten Beiträge zu erstellen, um Traffic (neue Follower, Likes, Kommentare... ) zu generieren. Anhand der Konkurrenz sollte man auf dem Laufenden bleiben, was sich in der Branche momentan so bewegt und welche Art von Beiträgen sie veröffentlichen. Die eigenen Beiträge sollten keine Kopie der Beiträge der Konkurrenz sein, sondern die eigene Meinung zu den aktuellen Themen der Branche widerspiegeln und das Publikum ansprechen. Diese Meinung kann auch kontrovers sein, was Diskussionen und Interaktion mit der Zielgruppe auslösen kann. In der Anfangszeit gilt es vor allem verschiedene Ansätze auszuprobieren und zu schauen, welche Beiträge gut ankommen und welche nicht. Das Feedback vom eigenen Freundeskreis kann dabei eine Hilfe sein, um zu klären, ob die Beiträge die eigene Person widerspiegeln und authentisch wirken. Durch die richtige Nutzung von Schlüsselwörtern in den Beschreibungstexten der Beiträge und Markierung durch angesagte Hashtags, kann die Reichweite deutlich schneller gesteigert werden, da die Inhalte auf diese Weise direkt der interessierten Zielgruppe präsentiert werden.

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Schritt 6: Regelmäßig neue Inhalte erstellen

Damit sich die Follower nicht langweilen und irgendwann wieder entfolgen, ist es wichtig, sie kontinuierlich mit spannenden und engagierenden Inhalten zu unterhalten. Dafür müssen regelmäßig neue Inhalte (qualitativ hochwertige Bilder, Videos, Storys und Texte) erstellt und hochgeladen werden. Es ist jedoch ein schmaler Grad: Man muss aufpassen, dass man nicht zu viel postet, was als Spam, oder “nervig” wirken kann. Postet man zu wenig, gerät man vielleicht in Vergessenheit, oder gilt irgendwann als “uninteressant”. Man muss mit der Zeit die goldene Mitte finden, sodass sich die Follower stets über den neuen Content freuen. Dies ist jedoch auch abhängig von den genutzten Netzwerken. Auf Instagram kann man durchaus mehr posten, oft mehrmals täglich, während man auf YouTube eher wenige Male pro Woche postet. Dies hängt auch von der Art der Beiträge ab. Während auf Instagram überwiegend Bilder, oder Stories gepostet werden, liegt der Fokus bei YouTube auf aufwendig produzierten Videos. Bilder können auch schneller „konsumiert“ werden, als beispielsweise ein 10-minütiger Video-Tutorial.

Schritt 7: Mit den Followern interagieren

Um die gewonnenen Follower zu erhalten und neue dazugewinnen zu können, ist es wichtig, dass man mit dem Publikum interagiert und auf die Fragen und Kommentare von ihnen eingeht. So kann man die Engagement Rate (also die messbare Anzahl von Kommentaren und Likes) der Follower erhöhen und zum anderen wirkt man als Influencer nahbar und interessiert. Eine persönliche Beziehung zu seinen Followern aufzubauen ist das A und O des Influencer Marketings. Der erste Schritt der Interaktion ist es, auf Interaktionen (Liken und Kommentieren) unter den Posts einzugehen und sich auch für das Interesse der Follower zu bedanken. Meist bedanken sich Influencer für Meilensteine bei den Abonnementen durch einen öffentlichen Post (z.b. nach 50.000, 100.000, 200.000... Followern) und heißen neue Follower auf dem Profil willkommen. Dies zeigt den Followern, dass sie geschätzt werden und ihre Meinung wichtig ist. Weiterhin sollte man als Influencer stets an Diskussionen teilnehmen und sich mit den Followern über die Themen der Branche austauschen. Manchmal ist es auch sinnvoll, engagierte Follower selbst auch zu abonnieren, um das persönliche Netzwerk weiter auszubauen.

Schritt 8: Immer auf dem neusten Stand bleiben

Abhängig von der gewählten Branche sollte man durch Recherchen und Beobachten der Konkurrenz immer auf dem neusten Stand bleiben. Als Influencer (Meinungsmacher) ist es besonders wichtig, stets über die aktuellen Trends informiert zu sein. Dies sollte sich auch in den eigenen Beiträgen in den sozialen Medien widerspiegeln. Sind die visuell oder textlich kommunizierten Informationen nicht aktuell, so signalisiert man den Followern, dass man nicht auf dem neusten Stand ist, was zu einem Verlust des Interesses des Publikums führen kann.

Schritt 9: Mit anderen Influencern kooperieren

Anders als sie als Konkurrenz anzusehen, gibt es viele Influencer, die mit anderen Influencern kooperieren, zum Beispiel in gemeinsamen Posts. Es kann durchaus Vorteile mit sich bringen, wenn man sein Netzwerk mit anderen erfolgreichen Influencern teilt und Synergien zu nutzen, oder eine geschäftliche Beziehung aufzubauen. Gemeinsame Videos, Beiträge oder Podcasts sind eine hervorragende Möglichkeit für eine Zusammenarbeit und erweitert die Fangemeinde beider Influencer, indem die Follower fortan beiden Influencern folgen.

Die Vor- und Nachteile ein Influencer zu sein

Illustration verdeutlicht Vor und Nachteile des wie werde ich Influencer

Influencer zu werden erfordert vor allem viel Zeit, Geduld und effektive harte Arbeit in Netz. Wenn man in dieser Branche erfolgreich durchstartet, können sich durch die gewonnene Popularität viele (finanzielle) Vorteile ergeben, was das Leben vielleicht zum positiven verändert.

Einige Influencer sind in der Lage ihren Lebensunterhalt mit Influencer Marketing zu verdienen. In der Anfangszeit kann man als Influencer jedoch eher mit kostenlosen Produkten, oder einer geringen Vergütung für gesponserte Inhalte rechnen.

Das Image, welches heutzutage nach außen getragen wird ist vor allem folgendes: “Als erfolgreicher Influencer schaffst du es viele Menschen zu erreichen und damit Geld zu verdienen.” Als etablierter Experte in einer spezifischen Branche legt die Netzgemeinde tatsächlich einen großen Wert auf die persönliche Meinung der Influencer, weshalb einige durch ihre Inhalte in den Social Media Netzwerken mittlerweile zu VIPs geworden sind. Einige Influencer haben es sogar geschafft, als Filmstars in Kinofilmen, oder im TV aufzutreten.

Jedoch bringt das Leben als Influencer auch einige Nachteile mit sich. Zum einen gehört die Zeit, die man am Handy und in den sozialen Medien verbringen muss, um in der digitalen Welt erfolgreich zu werden. Einige Influencer führen daher regelmäßig eine Art „Digital Detox“ durch. Weiterhin gibt es im Netz leider viele negative Kommentare und Hass, aufgrund der persönlichen Distanz zum Gegenüber, womit vor allem Personen mit vielen Followern rechnen müssen.

Viele Menschen trauen sich im Internet gewisse Grenzen zu überschreiten und kommentieren Inhalte auf eine sehr negative Art und Weise. Generell besteht die Möglichkeit, dass man es als Influencer nie wirklich schafft, bekannt zu werden und immer auf einem Level festhängt, sozusagen zwischen Gut und Böse – der Influencer hat viele Follower und fühlt sich verpflichtet diese bei Laune zu halten, das Engagement reicht aber nicht aus, um den Sprung auf das nächste Level als Influencer zu schaffen.

Tipps & Tricks für den Erfolg als Influencer

Erfolgreiche Influencer befolgen neben sehr viel Disziplin auch einige Regeln, welche die Chancen bekannter zu werden erhöhen können. Nachfolgend haben wir einige Tipps & Tricks zusammengestellt, wie auch Du ein erfolgreicher Social Influencer werden kannst:

  1. Sei authentisch: Du solltest dich nicht vor Deinem Publikum verstellen, denn diese merken dies schnell. Bleib Du selbst, echt und vertrauenswürdig. Dies kommt gut bei deinem Publikum an und wirkt real.

  2. Bleib Deiner Branche treu: Es kann vorkommen, dass Unternehmen für eine Kooperation auf Dich zukommen, die mit Deiner Branche gar nichts zu tun haben. Zwar kannst Du damit Geld verdienen, wirst aber eventuell Follower verlieren, da diese das Interesse an Deinen Inhalten verlieren.

  3. Kauf Dir keine Follower… niemals: Dein Netzwerk kannst Du nicht über Nacht durch Millionen Follower vergrößern. Das braucht seine Zeit, lohnt sich aber, da Du dadurch ein “echter” Influencer wirst. Solltest Du Dir Follower kaufen, so werden sowohl die Algorithmen der Netzwerke, als auch Deine echten Follower dies schnell merken und Du bist als Influencer durchgefallen. Mit den heutzutage vorhandenen Analyse-Tools kann man schnell feststellen, ob Deine Follower gekauft sind, oder nicht.

  4. Markiere Werbung: Es ist wichtig, dass Du gesponserte Inhalte und Kooperationen als solche markierst. Zunächst aus rechtlichen Gründen, aber weiterhin auch für Deine Follower. Kriegen diese mit, dass Du bezahlte Werbung nicht ausreichend markiert hast, fühlen sie sich eventuell betrogen und entfolgen Dir. Hierzu reicht es oftmals schon, wenn Du die Hashtags #Werbung oder #Anzeige in den Beschreibungstext einfügst.

  5. Schätze Deine Follower: Auch wenn Dein Netzwerk gewachsen ist, solltest Du Deine Follower nicht vernachlässigen. Sie sind das Herzstück eines jeden Influencers. Bedanke Dich weiterhin regelmäßig für Kommentare und Komplimente und nimm an Diskussionen teil.

  6. Lerne von Statistiken: Du solltest immer Deine Statistiken im Auge behalten und schauen, welche Art von Beiträgen am besten ankommen.

  7. Bleib professionell: Dies gilt vor allem in kritischen Situationen, beispielsweise bei negativen (Hass-)Kommentaren, oder in der Zusammenarbeit mit Unternehmen. Auch wenn einmal etwas nicht so klappt, wie Du es Dir erhofft hast, kannst Du mit Deiner Reaktion darauf oftmals das Ruder rumreißen. Hast du jedoch einmal einen schlechten Ruf, da Du nicht cool und bedacht geblieben bist, kannst Du dadurch nicht nur viele Follower, sondern auch zukünftige Kooperationen mit Unternehmen verlieren.

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